Die Hefe

Die Hefe, ohne sie geht gar nichts!

Malz
Bierhefe

Wer kennt sie nicht, die Hefe als Hilfsmittel zum Backen und wer weiß schon, das erst seit dem 17. Jahrhundert die Hefe auch zum Brauprozess bewusst beigefügt wird?

Im Allgemeinen wird unterstellt, das die Hefe als solches mit der Einführung des Reinheitsgebotes von 1516 schon bekannt war. Weit gefehlt, denn zu diesem Zeitpunkt hatte niemand eine Ahnung, was den Gärungsprozess anregte.

Soweit historisch belegt, brauten viele Menschen einfach drauf los und kaum ein Bier gelang. Das war in den Bäckereien anders, denn dort gelang das Bierbrauen immer. Das war denn auch der Grund, warum im Mittelalter das Braurecht an Bäckereien vergeben wurde. Kein Wunder, denn in den Backstuben herrschten Unmengen von mikroskopisch, kleinen Hefezellen.

Mit Louis Pasteur wurde erstmalig bekannt, dass bei der Gärung winzige Organismen beteiligt sind, nämlich die Hefepilze aus der Gruppe der Sprosspilze.

Heutzutage steht dem Braumeister eine ganze Reihe von Hefearten zur Verfügung, die sein Bier zum Gären bringen. Sie reicht von den obergärigen, bis hin zu den untergärigen Hefearten. Vor Entdeckung dieser verschiedenen Hefearten wurde im übrigen nur mit obergärigen Hefearten unbewusst gebraut. Daraus lässt sich auch schließen, das die obergärigen Biere eine wesentlich längere Tradition haben.

Übrigens hat die Hefe sehr unterschiedliche Eigenschaften und , die sich damit auch entsprechend auf den Gesamtcharakter und die Geschmacksrichtung eines Bieres auswirkt. Mit dem Wissen dieser Auswirkungen hat der Braumeister die Möglichkeit, den Geschmack eines Bieres und seiner Charaktereigenschaften erheblich zu beeinflussen.

Quellennachweis: https://www.bier-lexikon.lauftext.de/hefe.htm